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Mittel gegen Leistungsabfall

Was, wie und warum wirkt:


Eisenmangel führt zwangsläufig zu einer Leistungseinschränkung, verbunden mit Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, vorzeitiger Übersäuerung der Muskulatur, Schlaflosigkeit und Kreislaufstörungen. Neben
Eisen ist ein erhöhter Bedarf von Vitamin C, B-Komplex und Folsäure notwendig, um sportlichen Belastungen gewachsen zu sein.

Der
Vitamin E-Bedarf steigt bei gesteigertem Sauerstoffumsatz. Die Aufnahme bei Mischkost beträgt nur etwa 15 bis 18 I.E. Vitamin E pro Tag, was nicht ausreicht, wenn Sportler intensiv trainieren und mit Wettkampfstress fertig werden müssen. Es gibt Untersuchungen bei Tennisspielern, die nach Vitamin E-Gaben ( viermal täglich 100 mg ) deutlich leichter mit der Arbeit an einer Ballmaschine fertig wurden. Sportler müssen, um einen Leistungsabfall zu vermeiden, Vitamin E, das nur in relativ geringer Menge vom Körper gespeichert werden kann, zusetzten.

Stresssymptome kennt jeder Sportler. Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass
Vitamin A, C und B-Komplex, sowie Mineralien die Ausschüttung von Anti-Stresshormonen erhöhen, also die körperliche Anpassungs- und Leistungsfähigkeit verbessern.
 
Um zu verhindern, dass das Blut sich verdickt und schlechter fließt, die Sauerstoffaufnahme nachlässt und Krämpfe durch Übersäuerung der Muskeln auftreten, ist ein ausgeglichener Wasser- und Elektrolyt-Haushalt mit Mineralstoffen wie
Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium... für die sportliche Leistungsfähigkeit von größter Bedeutung.

Der Ausschuss für Ernährung des Britischen Olympischen Verbandes wies auf
Kreatin als Nahrungsergänzungsmittel für Sportler hin, weil Kreatin die Muskelleistung steigert und bei Intervall- und Schnellkraft-Sportarten die Leistung verbessert.

Das ähnlich klingende L-Carnitin, so der Immunforscher Professor Uhlenbruck, ist ein wirksames Immun-Stimulans. Es wehrt aber nicht nur Bakterien ab, sondern gilt auch als Energielieferant, weil es die Fettverbrennung anregt. Die sogenannten „Turbopillen" für Fettverdauung sind daher bei langen Wettkämpfen sehr gefragt.

Das
Coenzym Q10 ist ein natürlicher Bestandteil in fast allen Körperzellen. Q10 hat eine wichtige Funktion bei der Umwandlung der Energie aus den Nährstoffen. Q10 gibt dem Körper Energie und Leistungskraft und schützt bei Belastung.

Wissenschaftlich belegt ist, dass die „Wunderdroge"
Ginseng das zentrale Nervensystem und Gehirn anregt und das Herz-Kreislauf-System, sowie die Muskelleistung positiv beeinflusst. Auch Vitalstoffe wie das Bienenköniginnenfutter Gelee Royal, die Taigawurzeln oder Blütenpollen führen zu einer besseren Sauerstoffausnutzung in Muskeln und werden deshalb von Sportlern eingenommen.
                                                             
               
Dr. rer. nat. Eberhard Pino Mueller **

** Der Autor hat Pharmazie, Pharmakologie und Lebensmittelchemie studiert und in Chemie promoviert.


publiziert: Mai 1995  /  DTZ Deutsche Tennis Zeitung

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