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Bundespräsidialamt

Herrn Bundespräsident Joachim Gauck
Spreewald 1

10557 BERLIN



Sehr geehrter Herr Bundespräsident Gauck,


mein Anliegen an Sie geht um Doping und den Anti-Dopingkampf - Themen, mit denen ich mich seit Jahren intensiv und kritisch beschäftige.

Mit sehr großem Interesse habe ich Ihre Ausführungen und die von Herrn Helmut Schmidt, Bundeskanzler a.D., in der Talkshow von Maybrit Illner am 27.09.2012 verfolgt. Sie sagten unter anderem dabei: „Es gibt auch einen Raubtier-Sozialismus und Raubtier-Islamismus - jede Ordnung ist zu missbrauchen. Wir sind in einer Phase der Verständigung -
so, wie wir Doping bekämpfen, ohne den Sport abzuschaffen."

Ihre Aussagen sind für mich zunächst sehr beindruckend, allerdings sind wir von einer effektiven Dopingbekämpfung in Deutschland - wie eigentlich auf der ganzen Welt - tatsächlich meilenweit entfernt.

Sport, Politik, Wirtschaft, Medien - diese Organisationen sind alle, auf den ersten Blick, eindeutig gegen Doping, und alle tun so, als würde man Doping mit allen erforderlichen Mitteln bekämpfen. In Wirklichkeit ist der Anti-Dopingkampf eine Katastrophe wie Sie aus dem beigefügten Beitrag - Titel: „Der Sport ist kaputt, wenn nicht mehr der beste Athlet, sondern der beste Pharmazeut gewinnt." - ersehen können, oder um mit den Worten des führenden Doping-Experten Prof. Werner Franke zu sprechen: „Was in Sachen Doping alles läuft, ist an Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten."

Das Schlimme nämlich ist, ein effektiver Anti-Dopingkampf ist bei vielen Verantwortlichen überhaupt nicht gewollt!

Ich würde mir wünschen, Sie, sehr geehrter Herr Bundespräsident, würden die sportpolitische Aufgabe „Doping und Dopingbekämpfung", als ein gesellschaftliches Problem thematisieren und die Bevölkerung, die im Grund gar nicht weiß, wie schlimm es um Doping und deren Bekämpfung steht, besser aufklären und die Verantwortlichen in Politik und Sport eindeutig ermahnen, mit dem Ziel, gegen Doping ernsthaft und nachdrücklich mit allen notwendigen Mitteln vorzugehen. 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr Einfluss dazu beitragen könnte, hemmende Machtstrukturen im Sport endlich aufzubrechen, damit künftig die ehrlichen Sportler, die es verdient haben, und nicht mehr viele Doping-Betrüger als Heros gefeiert werden.

Ich freue mich sehr über Ihre persönliche Resonanz!  --  Mit freundlichen Grüßen…



Dr. Eberhard Pino Mueller
Chefredakteur der Sportpresseagentur TAKEOFF-PRESS
www.takeoff-press.de -  unter „Doping" weiter Beiträge zu diesem Thema


Villingen  --  05 - 11 - 2012  --

Anlage:  „Der Sport ist kaputt, wenn nicht mehr der beste Athlet, sondern der beste Pharmazeut gewinnt."


                                                                   
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