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US Open  -  Zahlenspiele.... Fortsetzung von der vorherigen Seite


 




10
---  Minuten Extrapause gab es bei den Damen vor einem dritten Satz. Der Grund: Es war in Flushing Meadows drückend heiß und schwül. Oft über dreißig Grad. Eugenie Bouchard, eine Titelanwärterin, machte, trotz minutenlanger Behandlung mit Eisbeuteln, gegen Ekaterina Makarova schlapp und verlor das Match. Auch die Chinesin Peng, die im Halbfinale gegen Caroline Wozniacki aufgeben musste, weil sie nicht einmal mehr stehen konnte.
 
2:26  --- 
Uhr nachts. Die Zeit, als bei den US Open die spätesten Matchs zu Ende gingen. Und das passierte schon dreimal und genau zur gleichen Zeit! In diesem Jahr bei Raonic - Nishikori,  2012 bei Kohlschreiber - Isner und 1993 bei Wilander - Pernfors.

    70 
---  Mehr als 70 japanische Reporter und Fotografen waren akkreditiert. Nur wegen Kei Nishikori, denn sonst haben die Japaner keinen unter den ersten Hundert. Und weil Kei Nishikori überraschend im Halbfinale gegen Novak Djokovic gewann, wurde in Japan überlegt, am Montag, dem Finaltag, den Arbeitern mancherorts frei zu geben - Nishikori ist in Japan eben ein Superstar.

100
---  Doppel-Titel. Bob und Mike Bryan, die amerikanischen Zwillingsbrüder, holten ihren hundertsten Karriere- und sechszehnten Grand-Slam-Titel. Faszinierend, denn sie haben in ihrer Sammlung auch einen Golden-Slam, weil sie einmal hintereinander alle Grand-Slam-Turniere und Olympia gewinnen konnten.   

24,6 : 75,4
--  Prozente für Winner und Fehler. Nach einer Statistik von 2012 machen die Spieler/innen bei den US Open weniger Gewinn- und mehr Fehlschläge als bei jedem anderen Grand-Slam-Turnier. Die Decoturf-Hartplätze in Flushing Meadows sind, auch so gesehen, „härter" für die Spieler, als die mit Plastik, Sand oder Gras.

292 
 --- Autogramme. Novak Djokovic schaffte es in der ersten Woche, gemäß dem Wall Street Journal, in 12:27 Minuten auf 292 Autogramme nach seinen Matches auf dem Platz. Roger Federer kam nur auf 258, obwohl er länger - 15 Minuten und 33 Sekunden - damit verbrachte, weil er langsamer schrieb.

101
--  Dezibel. Der Lärmpegel von Maria Scharapowas Gestöhne auf dem Platz. Da kann Eugenie Bouchard nicht mithalten. Sie mag es aber laut, auch während der Ballwechsel. Die Tennisfans bei den US Open sollen ruhig Krach machen und dabei viel Spaß haben, um die Stimmung noch mehr aufzuheizen.











7 : 8 
--  Die Ausfallquote. Vor dem Viertelfinale waren bei den Frauen von den acht topgesetzten Spielerinnen sieben draußen. Wow! Angelique Kerber war so wenigstens in guter Gesellschaft. Und so kam es, dass Serena Williams, die Übriggebliebene, weiter von Sieg zu Sieg eilte, denn keine konnte mit dem Kraftpacket mithalten, auch nicht Caroline Wozniacki im Finale. Mit 18 Grand-Slam-Titeln hat sie nun so viele wie die Tennislegenden Chris Evert und Martina Navratilova, und nur Steffi Graf, mit 22, hat mehr.

4
--  Millionen Dollar. - Neben drei Millionen Preisgeld strich Serena Williams noch einen Bonus von einer Million Dollar ein. Einmalig. Das größte Preisgeld aller Zeiten, sowohl bei den Frauen wie den Männern.

38
--  Bei den letzten 38 Grand-Slam-Turnieren war mindestens einer der Finalisten ein Spieler des magischen Trios Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic. 18 Mal kamen sie sogar gegeneinander. Und wenn man noch Andy Murray dazunimmt, dann haben die „großen Vier" von den letzten 38 Grand-Slam-Turniere 36 gewonnen. Auch neunmal die US Open in den letzten zehn Jahren. Spektakulär diese Grand-Slam-Dominanz. Doch, nicht zu fassen, diesmal schaffte es nicht einer von ihnen bis ins Finale, dafür der Kroate Marin Cilic und der Japaner Kei Nishikori. Und Boris Becker, Stefan Edberg und Michael Chang mit ihren Schützlingen Djokovic, Federer und Nishikori mussten zusehen, wie Goran Ivanisevic, als Coach von Cilic, ihnen den US-Open-Titel wegschnappte.

                                         
Eberhard Pino Mueller

publiziert:  Oktober 2014  -- 
                  DTZ  Deutsche Tennis Zeitung

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