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Gerry Weber Open

Wimbledon in Deutschland


Die Gerry Weber Open ( GWO ) in Halle sind etwas Besonders und nicht allein des Rasens und wunderschönen Stadions wegen. Das Turnier und Drumherum auf der GWO-Anlage sind so einmalig, dass der DTB-Präsident von Waldenfels beeindruckt sagte: „Wir können viel von Halle lernen." Und für Corrteja ist es „ein Traumturnier", aber auch für die anderen Spieler, und deshalb haben sie die GWO zum weltweit besten der 55 Turniere der International Serie gewählt.

Turnierdirektor Ralf Weber ist denn auch stolz auf das „Deutsche Wimbledon" und glaubt, man habe in Halle ein Turnier, das sich nicht nur in Deutschland zum Marktführer entwickelt hat und zählt als Gründe dafür auf....

Das GWO-Konzept: Wir verbinden Tennis und Entertainment und gehen damit auf das veränderte Freizeitverhalten der Tennisfans ein. Die Besucher bekommen neben Weltklasse-Tennis auch täglich ein attraktives Unterhaltungsprogramm mit Partys, Live Musik, Tanz und Shows im Biergarten der GWO serviert.

Mit den Auftritten der Girlie-Band  NO ANGELS und den Gruppen  bell book & candle,  BELLINI  und Shakatak übertragen wir unsere Erfahrungen aus dem Konzert- und Event-Bereich auf das Tennisturnier. So haben wir es geschafft, ein besonderes Wohlfühlklima zu vermitteln. Dazu kommt ein riesiges, gastronomisches Angebot für klein und groß in allen Preisklassen. Wir gehen also voll auf die Wünsche der Zuschauer ein und nehmen dabei die Jüngsten genau so ernst wie die Erwachsenen.

GWO und die Spieler:  Es gibt kein Turnier mit besseren Bedingungen. Die Wege sind kurz und die Trainingsmöglichkeiten mit zwei überdachten Rasenplätzen optimal. Wir bieten den Spielern die Anlage schon eine Woche vorher an, damit sie sich gut auf Rasen einspielen können, und sie können, das gibt es nirgendwo, auch nach dem Ausscheiden noch bleiben, um sich auf Wimbledon vorzubereiten oder Golf zu spielen. Wir machen natürlich auch Programme für die Spieler einschließlich Anhang und bieten günstiges  GWO-Shopping. Wir kümmern uns also um alles, die Spieler müssen nur noch eines: spielen.

GWO und die Antrittsgelder:  Wir überlegen uns schon, wie viel und an wen wir zahlen. Nur  Top-Ten-Spieler, attraktive Deutsche und mal auch ein Spieler mit gutem Namen kriegen Geld. Inzwischen auch schon leistungsbezogen, das heißt, eine Grundprämie mit Extraprämien für das Halbfinale oder Endspiel. Kafelnikov oder Rafter waren ihr Geld immer wert, Agassi allerdings eine riesige Enttäuschung, denn es ist schlecht, wenn wir den Star,  mit dem wir Werbung gemacht haben, gleich verlieren.

GWO und die Geldgeber:   Das Turnier lässt sich mit unserer Strategie gut verkaufen und ist ein hervorragender Werbeträger für die Modefirma. Etwa 60 Prozent der Turniereinnahmen kommen durch die Zuschauer, so 30 Prozent von 50 Sponsoren und  nur noch 10 vom Fernsehen. Weil die Vermarktung funktioniert, machen wir Gewinne, mit denen unsere Investitionen von 120 Millionen getilgt werden.

GWO und das Fernsehen:
  Global wurde das Turnier schon in 150 Ländern im Fernsehen gezeigt. Bei Björkman übertragen die Schweden, bei Federer, die Schweizer. In Deutschland liegen die Einschaltquoten bei mehr als 10 Prozent, und damit schlagen wir alle deutschen Turniere.

Wir versuchen auch möglichst die besten deutschen Spieler zu verpflichten. Die gehören hierher. Bei einem deutschen Turnier wollen die Zuschauer die Deutschen sehen. Damit helfen wir auch dem Fernsehen. Und weil das mit dem ZDF hier gut geklappt hat, haben wir den Vertrag für zwei Jahre mit einjähriger Option verlängert.

GWO und die Zukunft:  Wir werden weiter professionell arbeiten, innovativ sein und das Turnier mit seinem Event-Charakter für die Spieler und Zuschauer weiter perfektionieren und dabei nichts dem Zufall überlassen.

                                                                                  Eberhard Pino Mueller

publiziert:  August 2001 DTZ -  Deutsche Tennis Zeitung

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