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     Rough   Schwer zu spielendes Gelände außerhalb der Spielbahn. „Das Raue" als deutsche Bezeichnung für allerlei Wildwuchs und hohes Gras, also bitte, dann lieber Rough. Kennt doch jeder Golfer - den Golfbegriff, wie auch das ballschluckende und ungeliebte Gelände.
   
Ryder Cup  Der golfverrückte, reiche, englische Samenhändler Samuel Ryder ließ sich bei einem Champagner-Empfang nach einem Wettspiel zwischen amerikanischen und britischen Golfprofis 1926 bequatschen, einen Wanderpokal zu spendieren. Eine tolle Schampus-Idee. Denn die besten zwölf Berufsgolfer von Europa und Amerika spielen inzwischen alle zwei Jahre ein Mannschaftsturnier um Samuel Ryders goldenen Cup - fürwahr den ruhmreichsten und begehrtesten Golfpokal.
   Schaft 
Ursprünglich aus Nussbaum-, Eschen- oder biegungsfestem Hickory-Holz. Als die Schlägerhersteller auf Metallschäfte umstellen wollten, wurden diese vom R&A 1911 verboten und erst wieder 1929 zugelassen. Holz wurde schließlich ganz durch Stahl, Aluminium und seit 1969 auch Graphit ersetzt. Und, ach ja, nicht zu fassen: Die amerikanische Firma Sportsman's Memorial soll für 100 Dollar die Asche von Toten in Golfschäfte füllen, damit man den lieben Verstorbenen wieder nahe ist.
     
Schläger  Eigentlich eine falsche Bezeichnung, denn jeder gute Golflehrer predigt, mit dem Schläger nicht zu schlagen, sondern zu schwingen. Clubs", das englische Wort für Golfschläger, bedeutet auf Deutsch „Keulen", die bekanntlich auch geschwungen werden. Und noch etwas. Der berühmte Mond-Schläger des Astronauten Shepard war kein Schläger einer Golffirma, sondern so etwas wie ein Eisen 6, das aus verschiedenen, in der Raumkapsel mitgeführten Teilen zusammengebastelt worden ist.
     
Score (Punktzahl)   Der Spielstand, auch das Spielergebnis. Auf einer Scorekarte - zum ersten Mal 1865 bei den Open Championship eingesetzt - wird die Zahl der Schläge Loch für Loch verbucht, wobei der Spieler allein für die Richtigkeit verantwortlich ist. Disqualifiziert werden Spieler und Zähler, wenn die eingetragenen Zahlen nicht stimmen. Auch bei zu vielen Schlägen, was ja zum eigenen Nachteil ist. Und wer richtig schummelt, wie 1983 Vijay Singh, der die Scorekarte zu seinen Gunsten verändert hatte, wird gesperrt.
     Single 
 Modewort für unverheiratete, alleinstehende Männer oder Frauen. Der Begriff Single wird im Golf für ein Wettspiel mit zwei Spielern, die gegeneinander spielen, gebraucht.
     
Slice    Paradeschlag vieler Anfänger. Der angeschnittene Ball startet links oder gerade, macht dann eine starke Rechtskurve, verliert Länge und landet weit rechts - unabsichtlich meistens.
     
Socket (Shank)   Übler Querschläger nach rechts. Ein Schlag, den es eigentlich nicht gibt, wiewohl seine Existenz bei jedem Golfer im tiefsten Unterbewusstsein schlummert. Es hat schon Golfer gegeben, die das vor der Nase liegende Grün mit Sockets umrundet haben.
     
Stymie   Der Ball eines Spielers im Match-Play, der in direkter Linie zwischen dem Loch und gegnerischen Ball







liegt. Früher ein Problem, weil man an dem im Weg liegenden Ball vorbeiputten musste. Der Stymie wurde 1951 abgeschafft, damit der Gegner, womöglich absichtlich, nicht mehr behindert wird. Übrigens, Stymie könnte von „stij me", auf Holländisch „stopp mich", kommen.
    Sudden death  Das Ende eines Wettkampfes. Aber nicht durch plötzlichen Tod, sondern im Stechen bei einem Play-off. Dazu eine Geschichte. 1985 setzte ein Begräbnisinstitut in Canberra 5.000 Dollar oder Kostenersatz für ein Erster-Klasse-Begräbnis mit Grabstein für ein Hole-in-One aus. Und für den Fall dass zwei Spielern das schaffen, sollte der Preis, oh je, durch Sudden death ausgespielt werden. Fürwahr ein PR-Gag, doch ein recht makabrer.
     
Tee   Beim Tee, gesprochen „Ti", wird nicht zum Fünf-Uhr-Tee gebeten. Es ist vielmehr der Abschlagplatz des zu spielenden Lochs. Aber auch der Stift aus Holz oder Kunststoff, auf den der Ball beim Abschlag gelegt wird. Vor der Erfindung der Tees wurde der Ball auf ein „Tuitje", auf Holländisch „Häufchen", aus Sand gelegt. Na klar, und „Tuitje" wurde dann in das Wort „Tee" umgemodelt. 
    Tigerline   Nicht etwa eine Modelinie von Tiger Woods, sondern im Golf etwas für Longhitter und Hasardeure, die den Ball auf einer krummen Spielbahn „Tigerline", das heißt, auf kürzestem Weg Richtung Loch hauen. 
    Track Iron   Ein Spezialschläger, um Bälle aus Kutschenspuren, die es auf Golfplätzen vor 150 Jahren häufig gab, herauszuspielen. Früher hatten übrigens alle Schläger so wohlklingende Namen, etwa Cleek und Jigger für Eisen 2 und 4 oder Spoon und Baffy für Holz 3 und 4.   
    Three-Jack 
 Ein Drei-Putt. Nichts Außergewöhnliches für Wochenendgolfer. Doch für Golfpros, die auf schwierigen Grüns durchschnittlich nur 1,75 Putts pro Loch brauchen, ein teures Missgeschick, weshalb Paul Azinger einmal so genervt war, dass er den Putter auf dem Weg zum nächsten Loch vor Wut zerlegt hat.
    Vorgabe   Die Zahl der Schläge, die als Ausgleich für unterschiedliche Spielstärken bei Wettkämpfen vom Bruttoergebnis abgezogen werden. Die offizielle Vorgabe beginnt bei -36. Besser als +8 war noch niemand, da Spieler mit Plusvorgaben in der Regel Pros werden. Die Berechnung der Spielvorgabe gilt für viele Golfer als höhere Mathematik. Ist sie aber nicht. Mit einem Taschenrechner und der Formel:   Spielvorgabe = Stammvorgabe (mit negativem Vorzeichen) x  Slope : 113 - Courserating + Par   hat man die Zahl ruck zuck raus.
     Waggle   Das Wackeln mit dem Schläger zur Schlagvorbereitung und bei hibbeligen Golfern gegen Muffensausen.
     Walker Cup   Georg W. Bush, John F. Kennedy, Lyndon B. Johnson. Bekannt die Namen, doch wofür stehen die Buchstaben? Na schön, das W bei Bush hat etwas mit der Familie und Golf zu tun. Der Urgroßvater von US-Präsident Georg W. Bush war ein gewisser Georg Herbert Walker, von dem Bush das „W" und die Golfwelt den „Cup", die nach Walker benannte Trophäe für einen Mannschaftswettkampf zwischen amerikanischen und britischen Amateurgolfern, geerbt hat. Nebenbei noch: F = Fitzgerald und B = Baines. 
   



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