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mich mit meinen Ideen durchgesetzt und die Golflandschaft in Deutschland verändert habe, macht mich glücklich."

Superlative denn auch, was in Hartls Golf Resort so läuft: jährlich 32.000 Golf-Gäste, 3.000 Golfanfänger, 125.000 Golfrunden, 180 Turniere. Im Golfodrom, einer kreisförmigen Driving Range, gibt es 109 überdachte Tees und 120.000 Range Bälle. Es arbeiten 240 Leute, davon 37 Golflehrer und 38 Greenkeeper, allein im Golfbereich. Und insgesamt haben Hartl und seine Partner bis heute 1,2 Milliarden Mark in das Resort gesteckt.

Nicht genug, Hartl hat neue Pläne. Jeder Touristenort brauche so alle 15 Jahre eine Standortbestimmung und neue Impulse, sagt Hartl. Deshalb hat er eine Marktstudie machen lassen. Sie ergab, dass Bad Griesbach zu den ganz wenigen Orten zählt, die auf dem Sprung zur Marke sind. Mallorca, Sylt, Saint Tropez sind solche Orte, und Bad Griesbach hat das Potential für Golf, Wellness, Thermen und was dazu gehört, ein solches Marken-Synonym zu werden.

Deshalb will Hartl nun, nach mehr als 30 Jahren harter Arbeit, noch einmal zulangen. „Bad Griesbach", sagt Hartl mit feurigen Augen, „hat die Chance, ein international großer Ort zu werden. Wir sind in Deutschland das einzige echte Resort, ein Mega-Resort mit 1.000 Betten, entsprechender Infrastruktur und einheitlicher Leitung. Was noch fehlt, sind internationale Hotelgesellschaften, um damit Potentiale nicht nur in Deutschland, sondern in Europa und weltweit zu erschließen."

Dass die Zeit gerade nicht die Beste ist, stört Hartl nicht. Auch nicht, dass ihm die Banken, seine großen Geldgeber, im Nacken sitzen, und so Hartl, „mich am liebsten los werden wollen. Aber ab zu warten wäre falsche Ängstlichkeit. Nein! Jetzt müssen wir das anpacken, das Ganze internationalisieren, vielleicht ein großes Golfturnier einbinden, mit dem Bau von Wohnungen Dauergäste ansässig machen und damit die Geschäfts und Infrastruktur verbessern." Das Golfpotential sei in Bad Griesbach noch lange nicht ausgeschöpft, und überhaupt werde Golf in wenigen Jahren ein knappes und teures Gut sein.

An diesem Konzept arbeitet Hartl. „Ich mach´ das noch, weil es gemacht werden muss. Da bin ich wie früher mein Vater, Großvater oder der Landrat Winkler. Die haben auch immer an die Zukunft gedacht, sich als Motor der Region gefühlt, und wollten, dass es der nächsten Generation besser geht."

Schön, dass der umtriebige Mann auch noch immer Zeit findet für seine Familie und Hunde, für Gott und die Kirche, für Kultur, Literatur und Philosophie -- und natürlich für Golf mit seinen Kumpeln Franz ( Beckenbauer ), Gregor, Tim und Bulle Roth.

Golf hin, Golf her -- Hartl ist aber auf Golf weiß Gott nicht so fixiert, wie man meinen könnte. „Wissen´s", verrät er noch zum Schluss, „ich war Klosterschüler in Ettal und da steht, wie in vielen Kirchen:
omnia ad maiorem gloriam die. Der Leitsatz: alles zum größeren Ruhme Gottes, der gilt auch vor allem in meinem Leben."

                               
Eberhard Pino Mueller

publiziert:  Mai 2004 


Golf Resort Bad Griesbach - Alois Hartl, der Klosterschüler, Rechtsanwalt, Unternehmer und Macher der größten Golfakademie der Welt, ist ein Mann, der in seinem Berufsleben risikofreudig und innovativ gedacht und gehandelt hat. Der Ur-Bayer verfolgte als Querdenker und Golfpionier unbeirrt seine Ideen und hat dabei Golf in Deutschland wesentlich vorangebracht.

Geld, Golf, Gott und der Alois Hartl



Eine stählerne Skulptur eines überlebensgroßen Golfers am Eingang, sowie überdimensionale Fotos bekannter Golfgrößen, laufende Monitore mit Golfimpressionen und Boutiquen mit Golfutensilien in der Lobby des noblen Hotels, geben vor, was den Gast erwartet. Golf. Und oben, an einer Wand, steht auch noch ganz groß „Mein Leben, Golf und ich".

Der Hausherr ließ nicht lange auf sich warten. Ganz nach hinten, weit weg vom  Trubel des „Maximilian", verziehen wir uns in einen kleinen Konferenzraum zum Reden. Thema: „Mein Leben, Golf und ich." Die Worte lässt der Herr über vier Hotels, 2 Gutshöfe, Thermalquellen, sechs 18- und drei 9- sowie zwei 6-Loch Golfplätze aber so nicht gelten. Nein, das stamme nicht von ihm, sein Lebensmotto sei das nicht, „also soweit möchte ich mein Leben nicht reduzieren". Hartl lacht herzhaft. Also nicht golfverrückt? „Nein - oder doch, wenn´s meine Frau fragen, dann ja."

Angefangen hatte alles aber ganz anders. Mit Bohrungen nach Thermalwasser 1972. Der Grund war, so Hartl, „Griesbach hatte durch die Gebietsreform seine Existenzfähigkeit verloren, und mein Vater, der hier 20 Jahre ehrenamtlicher Bürgermeister war, hatte deshalb als Ersatz die Bohrungen angeleiert." Alois Hartl, damals Rechtsreferendar in München, musste dann aber, weil sein Vater krank geworden war, zwangsweise nach Griesbach zurück. Und da ist der Endfünfziger noch heute und auch immer noch aktiv.

Die Bohrungen waren aber anfangs eine große Pleite. Immer neue Versuche, aber immer kein Wasser. Das Geld der Familie ging dahin. Kurz bevor die Hartls aufgeben wollten, wurden sie dann doch noch fündig. Nach einiger Zeit, so etwa vor 15 Jahren,  hat der Unternehmer Hartl vorausschauend erkannt: Nur mit Thermalwasser und Hotels allein geht es nicht. Und weil Franz Beckenbauer, seit langem ein guter Freund, immer schwärmte: „Golf, das ist die Zukunft", wollte Hartl wissen, wie es um Golf so steht in Deutschland. Heraus dabei kam: Viele wollen Golf spielen, sie können aber nicht, weil Golf zu teuer ist und es zu wenig Plätze gibt. 

Das nun brachte Hartl dazu, etwas mit Golf zu machen. Aber nicht wie die anderen, natürlich. „Um Deutschland aus der Diaspora in Sachen Golf herauszuführen", sagt Hartl, „beschloss ich, Golf zu verbilligen und eine große Golfschule zu gründen, damit die Leute das Spiel auch lernen können." Und daraus wurde die größte Golfschule der Welt. Golf im großen Stil für jedermann hielt man damals für eine Schnapsidee. „Ich bin von allen Seiten angegriffen worden, und viele hatten mir den Untergang prophezeit. Dass ich

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