ZURÜCK ZUR HOMEPAGE





    Fairway    Die gemähte Fläche zwischen Tee, Green und Semi-Rough. Ursprünglich mal treffender „Fairgreen" und in England noch immer „Green" genannt. Einmal mehr eine falsche Bezeichnung in der deutschen Golfsprache. Auch kapiert man nicht ohne weiteres, dass mit Fairway, auf Deutsch „Fahrwasser", ein Stück Golfplatz gemeint ist.
     
Fahne (Pin)   Die an einer beweglichen Stange festgemachte Fahne dient als Markierung für das Loch. Wenn Golfer von der Fahne sprechen, meinen sie meistens das Loch, jedenfalls nie die Fahne, allenfalls den Flaggenstock. Deshalb heißt die Fahne in der englische Golfsprache auch Flagstick oder Pin.
     
Fitting   Klingt nach Fitnessstudio, ist aber ein Programm, um Golfschläger individuell anzupassen. Die Schläger werden dem Golfer quasi auf den Leib geschneidert und sollen, so zurechtgebastelt, zu besseren Scores führen. Hört sich gut an. Schläger-Fitting macht denn auch für Pros und Spieler mit konstanten Schwüngen Sinn. Nur, die Mehrzahl der Golfer schwingt doch mal so, mal so. Unsere gefitteten Schläger müssten also laufend „um-gefittet" werden.
    Flop Shot   Ein Fehlschlag - eigentlich. Doch nicht im Golf. Denn da ist ein Flop Shot ein raffinierter Schlag aus einer verzwickten Lage, der mit höherer Geschwindigkeit, zugleich aber weniger hartem Ballkontakt gespielt werden muss. Denn so kann der Ball hoch und weich über ein Hindernis auf ein hartes Grün mit kurz gesteckter Fahne gespielt werden.   
    Fore  Die Kurzform von „beware before" (Achtung da vorn). Ach, was ist beim Golf spielen doch alles verboten oder verpönt! Fluchen und Schreien - natürlich. Selbst Lachen, Husten oder Niesen sollte man lassen. Doch man muss, wenn der kleine, harte Ball jemanden treffen könnte, „Fore" brüllen. Aber warum? Es wird doch kaum mal jemand getroffen und wenn, war der Warnruf eh für die Katz.
    Gimmie   Ein auf dem Grün geschenkter Ball im Lochspiel. Genauer gesagt, nicht der Ball, sondern der Schlag, beziehungsweise Putt wird geschenkt, das heißt, der Ball muss nicht mehr gespielt werden. Aber Vorsicht! Hinterlistige Spieler schenken zuerst einige Mal, und plötzlich, zur Verunsicherung des Gegners, wollen sie, dass selbst aus kleinster Entfernung geputtet wird.
    Golf    So etwas wie Golf könnten schottische Hirten oder Holländer, die das Spiel „Kolf", auch „Kloven" genannt hatten, als Erste gespielt haben. Mit Datum ist „Golfe" erstmals im Jahr 1457 belegt. Kurioserweise, weil Golf damals in Schottland verboten worden war, um die Bürger zum weniger beliebten Bogenschießen zu bringen, das zur Kriegsführung wichtiger erschien.
   
Golfplätze  Der Kriminellste: Leeuwkop Golfcourse in Johannesburg, der innerhalb eines Gefängniskomplexes liegt, wo Mörder, Drogenhändler und Vergewaltiger als Caddies herumlaufen. - Der Berühmteste: Old Course of Saint Andrews, der aber nicht den Mitgliedern des Royal and Ancient Club of St. Andrews gehört, sondern dem schottischen Städtchen, das mit dem unverschämt teuren und immer ausgebuchten Platz Millionen macht. - Der Ungewöhnlichste: Augusta National, weil die Mitglieder, stinkreiche, elitäre, meist ältere Herren, sich ein geniales Turnier auf ihrem Privatplatz leisten. -  Der Höchste: Tactu



   

Golf Course
in Peru auf 4300 Meter. -- Der Niederste: Sodom und Gomorrah  in Kallia (Israel) auf 375 Meter unter dem Meeresspiegel. - Golf wird, wo immer es Golfer packt, gespielt: auf Flugzeugträgern mit Rollrasen, Eis in St. Moritz, Sand bei den Eldo Desert Classics in Südaustralien, in einer Salzlagune bei Damaskus, über Lavagestein der Insel Fuerteventura, ja sogar quer durch den amerikanischen Kontinent, auf Skipisten, Ölbohrinseln, Flugplätzen, Dächern und Hinterhöfen.
    Golfspiele   Acker-, Blinden-, Charity-, Computer-, Cross-, Damen-, Eis-, Frei-, Herren-, Hindernis-, Hobby-, Indoor-, Jux-, Kinder-, Klub-, Mini-, Mond-, Pro-, Promi-, ProAm-, Regen-, Senioren-, Sommer-, Speed-, Straßen-, Trick-, Turbo-, Übungs-, Video-, Wettkampf-, Winter-, Wüsten-, X- Golf  - also (fast) kein Spiel, das es für Golf nicht gibt.
    Grand Slam   Der Begriff stammt vom Bridge und bedeutet das Erzielen aller 13 Stiche. Er wird auch im Tennis, Skispringen, Baseball und Golf verwendet. Der erste Golf-Grand Slam wurde dem Golfgenie Bobby Jones, der 1930 die amerikanischen und britischen Meisterschaften der Amateure und Professionals gewonnen hatte, zugeschrieben. Später wurde der Golf-Grand Slam neu definiert und auf die sogenannten Majors, also der British und US Open, US PGA Championship und The Masters beschränkt. Bisher konnte noch kein Golfer die vier Majors in einem Jahr gewinnen - in verschiedenen Jahren auch nur Gary Player, Gene Sarazen, Ben Hogan, Jack Nicklaus und Tiger Woods. 
     
Grün (Green)   Die extrem kurz gemähte Fläche um das Loch herum. Nicht so in England. Da meint man mit „Green" das „Fairway", und die Bälle werden auf dem „Putting-Green" gelocht. Deshalb auch Green-Keeper, weil sie sich um den ganzen Golfplatz kümmern. Das Gras übrigens, musste ursprünglich, als es noch keine Grüns gab, für das Putten von den Spielern zurechtgetreten werden.   
     Handicap (Vorgabe)   Pros haben keines und bei Amateuren ist damit auch nicht das Hinkebein oder die golfunwillige Ehefrau gemeint, sondern die Spielvorgabe, mittels derer sich Golfer verschiedenere Spielstärken sportlich messen können. In Deutschland gibt es Handicaps von 0 bis 54, wobei der gute dem schlechteren Spieler Schläge vorgeben muss. Einer mit Handicap 0 beispielsweise einem mit 36 zwei Schläge pro Loch. - Nebenbei noch, das Handicap ist, gewiss doch, der Grund, warum sie es nicht zum Dollarmillionär als Golf-Berufsspieler bringen werden.
     
Hölzer (Woods)   Golfschläger mit Köpfen aus Holz. Von wegen Holz. Daraus waren sie früher mal. Heutzutage werden so genannte „Fairway-Hölzer" aus Hightech-Materialien der Raumfahrt mit Karbon-, Graphit- oder Titan-Köpfen gemacht. Also bitte, ich kann doch dazu nicht mehr „Hölzer" sagen - ich bin ja nicht bekloppt. 
   
Hook   Der Zwillingsbruder des Slice. Der Ball startet rechts oder gerade und landet weit links (beim Slice rechts). Interessant noch, der Hook, Slice, überhaupt alle Gurken-Schläge sollen hirnbedingt passieren, weil Golfer beim Schlagen zu viel denken, den Schwung steuern und das visuelle Gedächtnis verloren haben. Wie auch immer - mit dem Kopf machen Golfer sich das Spiel tatsächlich oft kaputt.
     Kloven   Altholländische Bezeichnung für das Schlagen von Bällen mit Stöcken auf dem Eis. Könnte etwas wie Eishockey, aber auch Golf gewesen sein. Golf-Historiker leiten deshalb von „kloven" das Wort „golfen" ab. Warum nicht? Eine Reihe holländischer Golfwörter, so auch „Put" für „Loch", belegen den holländischen Einfluss auf das Golfspiel.
                                                         

zurück

  Fortsetzung nächste Seite