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Lady  Ein Ball, der vom Herrenabschlag nicht bis zum Damenabschlag fliegt oder rollt. Herrje! Ein doppeltes Ärgernis, weil man sich mit so einem Krüppelschlag blamiert und die Mitspieler nach der Runde auch noch zu einem Drink einladen muss.
    Lederwedge  Ein weit verbreiteter „Schläger", den sich Schummler, in dem sie den Ball mit dem (Leder)Schuh etwas nach vorn bugsieren, um ihn aus einer besseren Lage spielen zu können, zunutze machen.
     
Links (Dünen)   Bezeichnung für die ersten Golfplätze in Schottland. Ursprünglich waren es Sanddünen am Meer entlang, auf denen Golf gespielt wurde. Hat also nichts mit links, dem Gegenteil von rechts zu tun. Übrigens werden Küstenplätze noch immer Links genannt, auch wenn nicht mehr auf Sanddünen, sondern sattem Rasen gespielt wird.
    Loch (Hole)  Die bierdeckelgroße Vertiefung auf dem Grün, wo der Ball rein muss, aber auch die gesamte Spielbahn zwischen Abschlag und dem eigentlichen Loch. Übrigens: tot am Loch liegen" heißt nicht, dass da ein Toter liegt, sondern der Ball mit einem kleinen Schubs versenkt werden kann, was aber so viel zählt wie ein 300 Meter langer Abschlag. Auch bedeutet „einlochen" für Golfer etwas anderes als für die Polizei.
    Lochspiel   Nicht etwa Billard, sondern eine Turnierform beim Golf, die auch „katholisches Golf" und international „Match-Play" genannt wird. Da es sich um ein Loch-für-Loch-Match handelt und jedes Loch einzeln gewertet wird, startet der Spieler vor jedem Loch neu - neu, gleichsam wie nach einer, von den Sünden befreienden, katholischen Beichte. Die Zahl der gewonnenen Löcher entscheidet über den Sieg. Die Partie ist nach zehn gewonnenen Löchern eines Spielers beendet. Bei neun zu neun, einem Unentschieden nach 18 Löchern, spricht man von einem „halbierten Match".       
    Longhitter 
Spieler mit besonders langen Schlägen. Ach übrigens, vergessen sie John Daly und Tiger Woods! Andere schlagen weiter. Ein Davis Love III etwa, dem auf der PGA Tour der längste Drive mit 476 Yards (435 m) geglückt war, oder ein Scott Hend, der seine Abschläge im vergangenen Jahr im Schnitt  318,9 Yards (292 m) weggedroschen hatte. Und, was hat es ihm gebracht? Nur Platz 170 der Preisgeldrangliste. Damit war die PGA Tour-Karte weg, und er musste erst mal wieder in die Qualifying School. 
   
Mulligan (Shapiro)    Ein zweiter Abschlag beim Spiel mit Freunden an der ersten Bahn, wenn der erste verpatzt worden war. Na ja, nur um zu zeigen, was man drauf hat. Doch nicht selten geht dann auch der zweite Schuss in die Hose. Natürlich ist ein Mulligan nicht regelgerecht - aber hier kommt es ausnahmsweise darauf einmal nicht an.
     
Nap (Grain)   Der Grasschnitt auf den Grüns. Das Gras legt sich ein bisschen in die Richtung, in die es von der Mähmaschine gedrückt worden ist. Doch keine Sorge, ob sie mit oder gegen den Strich putten, spielt kaum eine Rolle - jedenfalls für Normalgolfer. Die müssen erst einmal mit anderen, wichtigeren Feinheiten beim Putten fertig werden.
     
Nassau    Zocken, ein beliebter „Sport" beim Golf. Gezockt wird überall auf der Runde: Longest Drive, Last in, Drei-Putt, Nearest to the Pin, Best Ball, Lost Ball, Front Nine, Back Nine, Whole 18, Best Score und vieles mehr. 
     
Neunzehntes Loch   Gibt es - und ob! Aber nicht, was Sie denken. Nein, nicht die Bar im Clubhaus. Es ist eine richtige Spielbahn, mit einem richtigen Loch. Denn immer, wenn ein Playoff mit Sudden Death am ersten Extraloch


entschieden wird, heißt es:
Sieg im Stechen auf dem 19. Grün.
         
Niblick  Alter Name für einen Schläger mit schmaler Schlagfläche, um den Ball aus dickem Gras herauszubekommen. Der Niblick, wie auch der Blaster, ein Eisen für Bunkerschläge, sind Golfgeschichte und nur noch etwas für Antiquitätensammler und Museen. 
   
Par (Nennwert)   Golfbegriff mit doppelter Bedeutung. Zum einen, die für jedes einzelne Loch des Golfplatzes festgelegte Anzahl Schläge (3 bis 5), die ein Scratch-Spieler normalerweise braucht. Zum andern der Platzstandart, der sich aus der Summe der Par-Zahlen von 18 Löcher ergibt (normal 71 bis 73).
    Pitch   Kommt bei verschiedenen Sportarten vor. Beim Cricket für das Feld zwischen den Wickets, beim Fußball für den Platz, beim Baseball für den Werfer (Pitcher) und beim Golf für einen Annäherungsschlag, bei dem der hoch und mit Backspin gespielte Ball auf dem Grün nur wenig rollt oder zurückkullert. Ach ja, wir wissen, für gute Scores ist das kurze Spiel mit Pitch, Chip und Putt entscheidend. Nur zu dumm: Warum tun wir so wenig dafür?
   
PGA Tours   Die Touren der Professional Golfer's Association boomen. Satte 250 Millionen Dollar Preisgeld auf der amerikanischen und 109 Millionen Euro auf der europäischen PGA Tour haben die Pros 2005 abgeräumt. Verwirrend allerdings, dass die European Tour in Shenzhen mit den China Open losgeht, gefolgt von den Hongkong Open und Turnieren in Südafrika, Dubai, Australien, Malaysia und Singapur. Der Grund: Die Australiasia-, Southern-Africa-, Asia- und Japan-Golf-Touren wurden, weil im Winter in Europa keine Golfturniere gespielt werden können, an die European PGA Tour angehängt. - Nicht genug, es gibt auch Touren für Damen, Senioren und Profis der zweiten Liga: die US-LPGA-, European-Ladies-, Senior-, Nationwide- und Challenge Tour.
     Professional (Pro)  Sie bekommen dafür Geld, wofür wir Golfer immer bezahlen. Sie zeigen uns, wie es geht (Teaching Pro), doch wir kriegen es (fast) nie so hin. Sie spielen auf den schwersten Plätzen Turniere (Playing Pro), und wir verstehen nicht, warum das so leicht aussieht und so schwer ist. Doch wenn sie mal mit uns und wir mit Vorgabe spielen, kann es eng werden, denn den Golfpros steht kein Handicap zu.
    Putter  Schläger für das Spiel auf dem Grün, um den Ball in das Loch zu bugsieren. Unzählige Modelle sind auf dem Markt, weil die Golfer nach „Wunder-Puttern" gieren. Ja klar, es gibt sie auch, jedenfalls puttet man plötzlich wie ein Profi. Doch, um Himmelswillen, schon bald ist es aus mit der Herrlichkeit - meistens jedenfalls. 
   
 R&A   „The Royal and Ancient Golf Club of St Andrews" wurde 1754 ohne eigenen Platz und Clubhaus gegründet. Kein Problem, man traf sich halt in einer Schänke namens „Black Bull". Der R&A ist nun aber keineswegs der älteste (Royal Blackheath, 1608) und nicht der erste Golfclub (Gentlemen Golfers of Leith, 1744), der sich um Golfregeln gekümmert hatte, und auch heutzutage nicht allein, sondern zusammen mit der USGA, der United Staates Golf Association, dem größten und ältesten Golfverband der Welt, für die offiziellen Golfregeln zuständig.
Rabbit (Kaninchen)  Ein Golfanfänger, der kreuz und quer spielt, eben so unberechenbar wie ein Hase, der mal links, mal rechts ausbüchst. Das Gegenstück zu Rabbit ist „Tiger", also einer, der es kann. Na ja, natürlich nicht so gut wie Tiger Woods - aber immerhin.
Rookie  Auch ein Golfanfänger wie ein Rabbit - doch auf hohem Niveau. Denn Neulinge auf der PGA Tour im ersten Jahr werden Rookies genannt.
                                                             

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